Anderes Land – gleiche Not

Nachdem die anderen deutschen Mitarbeiter aus unserem diesjährigen Weihnachtspäckchen-Team am letzten Freitag Richtung Heimat gestartet waren, reiste ich am Sonntag nach Stara-Zagora in Bulgarien weiter, wo ich herzlich von den Mitarbeitern der dort ansässigen C3-Church begrüßt wurde.

Da wir in den vergangenen Jahren immer auch einen Teil der Päckchen zur Unterstützung der Arbeit der C3-Church unter armen Roma-Familien nach Bulgarien geben konnten, war ich gespannt darauf, auch dort die Verteilung der Päckchen einmal selbst mitzuerleben.

Und es ging auch sogleich wieder los mit altbekannten Arbeiten, nämlich rund 1500 Päckchen auspacken, sortieren und in die entsprechenden Autos verladen. Durch die vielen freiwilligen Helfer war dies jedoch recht schnell erledigt.

Anschließend fuhren wir in kleinen Teams raus aus der Stadt in die Umliegenden Ortschaften, in welchen die Gemeinde kleinere Projekte für die in der Nachbarschaft lebenden Roma betreibt. So besuchten wir die Orte Cirpan, Maglisch und Oryahovitsa. Die von großer Armut geprägten Lebensumstände der Menschen dort sind sehr ähnlich denen, die wir aus den Roma-Siedlungen in Rumänien kennen. Daher war es umso schöner zu sehen, mit welcher Herzlichkeit die Mitarbeiter der C3-Church diesen Menschen begegnen und ihnen so gut es ihnen möglich ist Hilfe leisten.

Natürlich wurden wir und die Päckchen überall bereits sehnsüchtig erwartet und freudig begrüßt. Im Rahmen kleiner Weihnachtsfeiern nahmen viele strahlende Kinderaugen auch hier die bunten und von Euch so liebevoll gepackten Päckchen entgegen. Für die meistern der Kinder wohl das einzige Weihnachtsgeschenk, das sie in diesem Jahr bekommen werden.

Diese paar Tage in Bulgarien bildeten so auch für mich einen wirklich schönen Abschluss unserer diesjährigen Weihnachtspäckchenaktion. In dem Wissen, dass wir Dank Eurer Unterstützung in diesem Jahr das Weihnachtsfest für fast 7.000 notleidende Kinder in Rumänien und Bulgarien wieder zu einem Fest der Freude machen durften, habe ich dann am Donnerstag die Heimreise angetreten und bin wieder gut zu Hause angekommen, wo meine eigenen Kinder mich bereits sehnsüchtig erwarteten.

Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung und wünsche Euch gesegnete Weihnachten.

Bernd Druschel